Yoga Glossar - Sanskrit

Die Asanas (Yoga-Stellungen) werden im Ashtanga, dem Klassischen Yoga üblicherweise in Sanskrit benannt, nicht in Übersetzungen ins Englische, Deutsche oder andere Sprachen.

Da Indien ein riesiges Land ist (ungefähr so groß wie ganz Europa), spielte Sanskrit dort eine ähnliche Rolle wie Latein in Europa bis ins 19. Jahrhundert: Nur in Latein konnten sich Gelehrte aus unterschiedlichen Teilen Europas miteinander verständigen und nur in Sanskrit konnten sich Gelehrte aus unterschiedlichen Teilen Indiens miteinander verständigen.
Heute wird Sanskrit fast nicht mehr gesprochen.

Trotzdem ist es immer noch die heilige Sprache der Hindus. Mantras (Mantren) sind üblicherweise in Sanskrit.

Sanskrit ist (wie Deutsch) Teil der indogermanischen Sprachfamilie. Beiden Sprachen ist z. B. gemeinsam, dass Substantive zusammengesetzt werden können und dann ein einziges Wort bilden. So besteht z. B. ein Wort wie "Paschimottanasana" aus den drei Wörtern "Paschima", "Uttana" und "Asana": "Westendehnstellung" oder "Rückendehnstellung", weil der Rücken im Westen liegt, wenn man mit dem Gesicht zur aufgehenden Sonne (also nach Osten) Asana übt.

Oder ein Wort wie "Yoganidrasana" besteht aus den drei Wörtern "Yoga", "Nidra" und "Asana": "Yogaschlafstellung".
Der Wortschatz im Yoga umfasst einige Tausend Begriffe, die in Sanskrit, der Alt-Indischen Sprache, ausgedrückt werden. Dies ist eine Liste mit häufigen Begriffen, denen wir auf dem Yogaweg begegnen.

A
Agni
Ahimsa
Ananda
Asteya
Asana
Asthanga
Asmita
Aparigraha

Feuer
Nicht–Verletzen, Mitgefühl, Empathie
Freude, Glückseligkeit
Ehrlichkeit, Nicht-Stehlen
Körperhaltung, Sitz
wörtl. Acht Glieder/ Stufen
Egoismus, Ichgefühl
Besitzbescheidenheit

B
Bandha
Bhava
Brahmacharya
Buddhi

Bindung, Verbindung, Kontraktion
Ausdruck, Daseinszustand, Gefühl entwickeln
Kontrolle der Libido
Einsicht, Intuition, Höhere Vernunft

C
Chakra
Citta

feinstoffliches Energiezentrum im Körper, wörtl. Rad
Persönlichkeitskomplex, das bewußte Denken, Fühlen und Wollen

D
Dharana
Duhka
Dharma
Dhyana

Konzentration
Schmerz, Leid, Kummer
Eigenschaften, Merkmal, Recht, Gerechtigkeit, Gesetz
Meditation

E
Ekagrata

Sammlung, Hohe Achtsamkeit, Entschlossenheit

F

G
Gayatri Vedische Hymne an die Sonne
Gunas Die Qualitäten der Urmaterie, durch drei wesentliche Eigenschaften charakterisiert: Tamas, (Trägheit, Dunkelheit, Chaos), Rajas (Rastlosigkeit, Bewegung, Energie) und Sattva (Klarheit, Güte, Harmonie)

H
Hatha Yoga

Äußerer Yoga, die ersten fünf Stufen nach Patanjali

I
Indriya
Isvara

Sinnesorgane
Höchstes Wesen, das Absolute, Gott

J
Jnana
Jala Neti

Erkenntnis, Wissen
Übung der Nasenreinigung

K
Kapalabhati
KarmaTat
Kaivalya
Kryia
Kumbhaka
Klesas
Koshas
Kundalini

Atemtechnik; wörtl. Schädel-Erhellung
Handlung; Folge oder Konsequenz einer Handlung
Vollkommene Befreiung
Reinigungstechnik
Anhalten des Atems
Unwissenheit, Ego, Anhaftung, Aversion, Furcht
Hüllen, fünf Hüllen umgeben das Selbst
Energie an der Basis der Wirbelsäule

L

M
Mantra
Manas
Mala
Maitri
Mudra
Mudita

heilige Silbe, energiegeladenes Wort
Verstand, das Denken
Schmutz, Unreinheit
Liebevolle Güte
Siegel, Geste, Symbol
Sanftes Wohlwollen

N
Nadi
Nadi-Shodanam
Namaste
Nirodha
Nidra
Niyama


Kanal, feinstofflicher Nervenkanal
Wechselatmung, Reinigung der Nadis
Ehre, Verneigung, wörtl. Ich Grüße das höchste in Dir
Kontrolle der Stille
Schlaf
zweite Stufe nach Patanjali, Selbstbeherrschung, Persönliches Verhalten, innere Disziplin

O
OM

Silbe (Mantra), die für das Absolute steht

P
Patanjali
Pranayama
Pratyahara

Autor des Yoga Sutra
Kontrolle der Bio - Energie
Zurückziehen der Sinne

Q

R
Raja–Yoga Der Königliche Yoga, Innerer Yoga
Rajas

Eines der drei Gunas, steht für das Aktive, Leidenschaftliche

S
Samadhi
Sanskrit
Sattva
Shanti
Surya

Spirituelles Bewußtsein, Reine Innenschau, Unio Mystica, Absolute Selbsterkenntnis
Alt-Indische Schrift und Sprache
Eines der drei Gunas, steht für die Ausgeglichenheit und Reinheit
Stille, (spiritueller) Friede
Sonne

T
Tamas

Eines der drei Gunas, steht für Dunkelheit, Chaos

U
Ujjayi

energetisierende Atemtechnik

V
Vasana Wunsch, Neigung, Impuls, Verlangen, Vasanas sind Denkbahnen, die sich über einen langen Zeitraum eingeschliffen haben können.
Veda Wissen; spirituelle Erkenntnis; Bezeichnung für die Gesamtheit der ältesten Texte der indischen Literatur
Vritti

Aufregung, Fluktuation,

W

X

Y
Yama
Yoga Sutra

erste Stufe nach Patanjali, ethische Leitlinie, Soziales Verhalten, Disziplin
195 Textverse, Yogaleitfaden von Patanjali, Grundlage    des Klassischen Yoga

Z